Mieterstrom-Modell mit Photovoltaik: Eigenen Solarstrom für Mieter nutzen
Das Mieterstrom-Modell ermöglicht es Vermietern oder Wohnungsbaugesellschaften, selbst erzeugten Solarstrom direkt an die Mieter zu verkaufen. Dabei bleibt der Strom auf dem Grundstück und wird nicht ins öffentliche Netz eingespeist.
1. Wie funktioniert Mieterstrom mit Photovoltaik?
🔹 Solaranlage auf dem Dach des Mietshauses erzeugt Strom.
🔹 Mieter verbrauchen den Solarstrom direkt in ihren Wohnungen.
🔹 Überschüssiger Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist oder durch einen Batteriespeicher gespeichert.
🔹 Falls zu wenig PV-Strom vorhanden ist, wird Netzstrom als Ergänzung geliefert.
Die Abrechnung erfolgt über einen Mieterstromvertrag zwischen Vermieter und Mieter.
2. Vorteile des Mieterstrom-Modells
✅ Kostenvorteil für Mieter – Solarstrom ist oft günstiger als Netzstrom.
✅ Geringere Netzentgelte & Abgaben – Kein Netzdurchleitungsentgelt für lokal erzeugten Strom.
✅ Höhere Rendite für Vermieter – Einnahmen durch Stromverkauf statt Einspeisevergütung.
✅ Energiewende in der Stadt – Auch Mieter profitieren von PV-Strom.
✅ Förderungen verfügbar – Mieterstromzuschlag nach EEG möglich.
3. Voraussetzungen & Umsetzung
🔧 Technische Anforderungen:
- Dachfläche für Photovoltaikanlage (optimal: Südausrichtung)
- Zählerkonzept mit individuellen Stromzählern für jeden Mieter
- Smart Meter oder Abrechnungssystem für Verbrauchserfassung
📜 Rechtliche Anforderungen:
- Stromlieferung an Mieter = Energieversorgungsunternehmen → Anmeldepflicht
- Mieterstromvertrag mit transparenter Preisgestaltung
- Fördermöglichkeiten prüfen (KfW, BAFA, EEG-Mieterstromzuschlag)
4. Förderungen & Wirtschaftlichkeit
🔹 Mieterstromzuschlag (EEG 2023)
- Zuschlag für jede selbst verbrauchte kWh (abhängig von Anlagengröße)
- Gilt für Anlagen bis 100 kWp
🔹 KfW-Förderprogramme
- Kredite & Zuschüsse für Photovoltaik, Batteriespeicher & Ladeinfrastruktur
🔹 Steuervorteile
- Umsatzsteuerbefreiung für kleine PV-Anlagen
- Abschreibungsmöglichkeiten für Vermieter
💰 Wirtschaftlichkeit hängt ab von:
- Größe der PV-Anlage
- Eigenverbrauchsquote der Mieter
- Investitionskosten & Förderungen
5. Herausforderungen & Lösungen
⚠ Herausforderung: Nicht alle Mieter nehmen am Mieterstrom teil
✅ Lösung: Kombination mit Netzstrom, flexible Tarife anbieten
⚠ Herausforderung: Verwaltungsaufwand durch Abrechnung & Stromlieferung
✅ Lösung: Externe Dienstleister für Abrechnung nutzen
⚠ Herausforderung: Investitionskosten für PV-Anlage & Speicher
✅ Lösung: Fördermittel nutzen, Contracting-Modelle prüfen
6. Fazit: Lohnt sich Mieterstrom?
🏡 Für Vermieter: Zusätzliche Einnahmequelle, Wertsteigerung der Immobilie
🔋 Für Mieter: Günstiger & nachhaltiger Strom
🌱 Für Umwelt: Weniger CO₂, Beitrag zur Energiewende